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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:32

Was sagen diese Rebellen zu der Politik aus Russland? Oh... Sie haben schlechte Worte dafür. Als der russische Außenminister im Fernsehen auftauchte, fielen immer unfreundliche Äußerungen. Ich glaube, ich würde mich als russischer Journalist dort nicht bewegen wollen.

Was sagen diese Rebellen zu der Politik aus Russland?

Oh ... Sie haben schlechte Worte dafür. Als der russische Außenminister im Fernsehen auftauchte, fielen immer unfreundliche Äußerungen. Ich glaube, ich würde mich als russischer Journalist dort nicht bewegen wollen. Russland, so sagen die Kämpfer, sei gegen den Islam – und kämpfe deshalb auch gegen die "tschetschenischen Brüder". Es wird gesagt, dass Assad alle Zivilisten töten wolle und jeden, der Moslem sei. Laut Rebellen ist das Assad-System gegen die Gesetze von Allah. Im Land leben 75 % Sunniten. Und ich habe in Nord-Syrien niemanden getroffen, der nicht religiös orientiert ist.

Welche Leute trifft man unter den Rebellen?

Es gibt Dorfmilizen aus bewaffneten Zivilisten und Gruppen von Deserteuren der Armee. Beide agieren jedoch eher defensiv. Die schlagkräftigen Angreifer sind die islamischen Kämpfer, darunter auch die berüchtigten ausländischen Dschihadisten. Sie machen 5 bis 10 Prozent der Aufständischen aus. Einen Indonesier, einen Libyer und einen Saudi habe ich selbst getroffen. Von vielen mehr, vor allem Libyern, habe ich konkrete Geschichten gehört. Die Rebellen versuchen diese Leute vor den Journalisten zu verstecken, um Assad keine Argumente an die Hand zu geben.

Wie ist die Verhaftung abgelaufen?

Am 13.12.2012 fuhr ich mit einem Übersetzer gen Tremsah, einem kleinen Ort der zentralen Hama-Provinz. Hier hatte im letzten Sommer ein Massaker stattgefunden. Unterwegs, zwischen zwei Feldern, stand ein offener Lkw. Ich wusste: Es stimmt etwas nicht! Dann lagen links auf einmal ein gutes Dutzend Soldaten im Schlamm. Einer hielt das Maschinengewehr ans Fenster. Aussteigen! Wir legten uns in den Schlamm. Eine gute Stunde ging das so, zwischendurch fand ein kleines Gefecht statt. Ich wurde gefesselt und im Taxi nach Murhardah ins Militärlager gebracht.

Wie lang waren Sie im Gefängnis?

12 Wochen. Die meiste Zeit davon bei der Staatssicherheit in Damaskus.

Was wollte der Geheimdienst wissen?

Es wurde behauptet, dass ich eine geheime terroristische Mission gehabt hätte. Dazu stellte man eine Menge teils profaner Fragen, um mich in Widersprüche zu verwickeln. Ansonsten hatte ich genau den Ablauf der Reiseroute und meinen Lebenslauf zu beschreiben.

Wie war es im Gefängnis?

Nicht besonders toll. Im Militärgefängnis von Hama war es dunkel, kalt und feucht. Aber das Personal war nett zu mir. In Damaskus war die Einzelzelle warm und stets beleuchtet – aber die Wächter unfreundlich. Die Zellen waren 2,80 mal 3,40 Meter groß. Ich schlief auf dem Boden in fünf Wolldecken.

Konnten Sie etwas Besonderes über die Lage in Syrien erfahren?

Dass dort zwei Seiten gegeneinander Krieg führen, die beide Recht haben. Die Revolutionäre berufen sich auf ihre demografische Mehrheit an Sunniten ... und die Regierung ist Garant für das Überleben der Minderheiten. Das ist eine Tragödie – und ein schönes Land geht kaputt.

Wie lief die Befreiung?

Plötzlich ging die Tür auf. Ich konnte mir im Bad kurz den Kopf waschen. Im Fahrzeug ging es quer durch die Stadt – zum Außenministerium. Und diesmal ohne Augenbinde und Handschellen.

In welcher Richtung geht Syrien?

Vielleicht gibt es eine so genannte "jemenitische Lösung", die in Wirklichkeit nur ein Trick wäre. Assad ginge ins Exil, ein anderer General würde übernehmen. Mit westlichem Segen würden dann alle salafistischen Kämpfer niedergemäht. Derzeit sieht es jedoch eher danach aus, dass der Kunststaat Syrien zerfällt – wie einst Jugoslawien. Ein Land für die Alawiten an der Küste, ein Kurdenstaat, ein Drusenstaat. Und der Rest für die Sunniten, deren Unruhe auch auf die irakische Anbar-Provinz übergreift. Die Christen kämen «unter die Räder», weil man sie nicht geographisch zuordnen kann. Die meisten Christen des Irak beispielsweise haben ihre Heimat im Zuge des Bürgerkrieges verlassen.

Was sind die Ziele der Islamisten?

Die salafistischen Kämpfer sagen, wenn sie mit Syrien fertig sind, nehmen sie sich Israël vor und stürzen das Königreich in Saudi-Arabien. Sie wollen weitermachen, um den globalen islamischen Staat aufzubauen. Den sehen sie als Lösung aller Probleme der Menschheit.

Russland hat Ihnen mächtig geholfen? Warum nicht Deutschland?

 Die deutsche Regierung und auch meine Zeitung, die "JUNGE FREIHEIT", haben sich ein Bein ausgerissen. Aber Deutschland hat seine Botschaft in Damaskus geschlossen ... die einst guten Beziehungen gehören der Vergangenheit an. Peter Scholl-Latour hat zu meinem Fall geäußert: "Die Russen sind die letzten, auf die sich die Syrer verlassen können." Der russische Botschafter, Herr Azamatullah Kol Mohamadov, sagte mir im Fahrzeug, dass Außenminister Lawrow sich persönlich gegenüber einer syrischen Delegation für mich eingesetzt habe. Dafür werden meine Familie und ich ihm ewig dankbar sein. Nächste Woche werde ich einen Brief an ihn schreiben, um mich nochmal persönlich zu bedanken. Zusammen mit dem Chefredakteuer der JF, Dieter Stein, ist außerdem ein Treffen mit dem russischen Botschafter in Berlin geplant.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_04_04/Exklusivinterview-mit-Billy-Six-Teil-3/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:31

Die Medien berichten, dass Sie nicht mit einem Visum nach Syrien eingereist sind. Ich wollte zuerst legal einreisen. Über 3 Monate wartete ich auf ein Journalistenvisum. Dann hieß es, es würden derzeit an keinen Reporter neue Einreisegenehmigungen ausgestellt. Daraufhin beantragte ich erfolgreich ein Touristenvisum für ganze sechs Monate.

Die Medien berichten, dass Sie nicht mit einem Visum nach Syrien eingereist sind.

Ich wollte zuerst legal einreisen. Über 3 Monate wartete ich auf ein Journalistenvisum. Dann hieß es, es würden derzeit an keinen Reporter neue Einreisegenehmigungen ausgestellt. Daraufhin beantragte ich erfolgreich ein Touristenvisum für ganze sechs Monate. Der Reisezweck wurde allerdings von den Beamten nicht vermerkt. Man hätte es auch als Journalistenvisum benutzen können. Am Grenzenübergang nach Kasab, in Nordwest-Syrien, dem letzten im Norden unter der Kontrolle der Assad-Regierung, erlebte ich eine Enttäuschung: Aus "Sicherheitsgründen" erlaubten mir die Sicherheitskräfte nicht die Einreise. Drei Tage habe ich an diesem Grenzübergang im Schlafsack übernachtet und es immer wieder probiert und nach der Sicherheitslage gefragt. Die türkischen Grenzsoldaten waren zu mir sehr nett. Sie haben mir erlaubt, an der Grenze zu übernachten, obwohl es ein Niemandsland da ist.

Wie sind Sie nach Syrien eingereist?

Vor dem Flüchtlingslager Apaydien traf ich auf Sami und Mahmoud, sunnitische Muslime aus Nord-Syrien. Anhänger der Opposition. Ihr Ziel war Kontakt zu Ausländern für den Aufbau einer kleinen bewaffneten Einheit. Sie führten mich in ihre Kleinstadt mit dem Namen Talminis in der syrischen Idlib-Provinz. Mit Kleinbussen und Taxen ging es Stück für Stück voran – durch ein Loch im Grenzzaun. Nun war ich endlich im Land. Illegal ohne Stempel – aber mit gültigem Visum.

Konnten Sie sich frei im Land bewegen?

Von August bis Dezember 2012 bin ich dann in Syrien unterwegs gewesen – bis es zur Verhaftung kam. Ja, "frei". N ach den Gesprächen wusste ich, welche Orte sicher zu besichtigen waren, und welche nicht. Und das war jener eingeschränkte Raum, der sich unter Kontrolle von Rebellen befand.

Warst du immer mit Menschen, die gegen Assad waren?

Ich hatte eine einschneidende Entscheidung getroffen, nämlich ohne Stempel im Pass einzureisen. Somit war eine legale Besichtigung von Gebieten unter Kontrolle der Regierung nicht mehr möglich. Ich war auf die Rebellen angewiesen. Aber es ergaben sich ab und zu Gespräche mit Einwohnern, die nicht alles schlecht fanden an Assad.

Wie leben die Leute in Syrien?

Man mag es nicht glauben, aber es gab Orte mit einem funktionierenden Alltag. An manchen Tagen bekam ich nicht einmal mit, in einem Kriegsgebiet zu sein. Ab Oktober wurde es schlimmer. Stromausfälle kamen schon öfter vor. In Maarat an-Numan fand ein richtiger Krieg mit Luftangriffen und Mörserattacken statt. Essen gab es aber immer genug – die kleinen Läden blieben offen. Die Leute waren immer nett und freundlich. Die Preise für Benzin und Essen haben sich mehr als verdoppelt. Es war dann in etwa so teuer wie in Deutschland.

Was sagten die Leute über Assad?

In der Gruppe ist vom Sieg des Islams die Rede. Vom Vertrauen in Allahs Vorherbestimmung. Und dem menschlichen Kampfgeist. Unter vier Augen sprachen die jungen Kämpfer ab und zu anders. Sie konnten den Sinn des Krieges nicht verstehen und litten unter der Lage. Trotzdem: Die sunnitischen Muslime wollen eine Regierung nach ihren Vorstellungen bilden... und sie machen dreiviertel der Bevölkerung aus.

Werden die Leute zum Kampf gezwungen?

Sie sind nicht unbedingt von der Regierung gezwungen, sondern von ihrer Religion. Sie haben keine theologische islamische Begründung, warum sie nicht mitkämpfen sollten. Der Scheich und die anderen Leute sagen ihnen ständig, warum es im Islam wichtig ist, zu kämpfen, und als Märtyrer zu fallen. Sie haben keine überzeugende Gegenantwort darauf. Und Viele wollen auch gar keine haben.

Was sagen diese Syrer über die Rolle der Nato, die gegen Assad ist? Liefert die Nato Waffen?

Ihre Einstellung zur Nato war negativ. Sie sagen, dass die Nato "uns verraten" habe, weil sie gegen den Islam sei. Sie sei heimlich mit Assad befreundet, und behaupte nur im Fernsehen, den Aufstand zu unterstützen. Assad sei ein Freund Israels. Sie sagen auch, dass sie keine Waffen von der Nato erhalten haben und dass entsprechende Berichte nur Propaganda wären. Sie sagen, sie haben nie etwas gekriegt.

Woher kommen also die Waffen?

Die Waffen kommen aus dem Irak und werden sehr günstig dort gekauft. Die Beduinen, die immer unter Waffen standen, machen das Geschäft. Tatsächlich steht auf dem alten Zeug "made in Irak". Rebellen handeln sogar mit Soldaten der syrischen Armee, vor allem in der Hama-Provinz. Ich habe mitbekommen, dass Offiziere Munition an die Rebellen aus ihrem Depot verkaufen. Waffen werden auch nach siegreichen Schlachten vom Gegner erobert. Sehr viele Bomben von den Flugzeugen, 30 bis 40 Prozent, die runter fallen, explodieren nicht. Die Rebellen schrauben die Bomben auf, nehmen den Explosivstoff heraus und machen daraus improvisierte Sprengsätze. Das konnte ich in mehreren Heim-Waffenfabriken sehen. Das einzige, was sie mir hinsichtlich ausländischer Einmischung gesagt haben, ist, dass das Geld aus Saudi-Arabien und aus Katar fliesst. Da gibt es Kontaktleute, die das Geld in die Türkei bringen, um es an die Anführer verschiedener Kampfverbände zu überreichen. Sie haben betont, dass die dortige Regierung damit nicht zu tun habe – es soll sich um freiwillige Spenden vor allem reicher Golf-Araber handeln. Das Geld komme in Form der Zakah-Abgabe für den "Heiligen Krieg". Die mindestens 2,5% des persönlichen Einkommens sei gemäß Allahs Bestimmung für die Armen vorgesehen ... allerdings auch für "Verteidigung der Muslime". Der Begriff der ukrainischen Mafia als Waffenlieferant fiel auch öfter. Ich konnte es nicht nachprüfen. Aber die zahlreichen Steyr-Maschinengewehre aus Österreich, produziert in den 80er Jahren, kommen möglicherweise aus dieser Richtung. Hinweise auf ausländische Geheimdienst-Bewaffnung für die Rebellen habe ich nicht gefunden. Das muss aber nichts heißen.

Erhalten wir in den westlichen Medien also falsche Informationen?

Es kann sein, dass ausgesuchte Gruppen im Geheimen bewaffnet werden. Aber alle Rebellen, die ich in den vier Monaten getroffen habe, verneinten die Waffenlieferung aus der Nato. Alle Waffen, die sie hatten, waren alt.

Du sprichst, als ob es einfach gewesen wäre, innerhalb Syrien zu spazieren

Man muss einfach nachfragen, wenn man von einem Ort zum anderen fährt. Medien sind doch sehr selektiv. Neben dem Ort, wo der Krieg tobt, kann Ruhe herrschen. Darüber berichtet dann aber niemand.

Wie sind die Leute mit Ihnen gewesen?

Das syrische Volk ist ein unheimlich gastfreundliches Volk. In Englisch, Deutsch und Französisch sprach ich mit den Leuten. Ein Syrer, der in Deutschland gelebt hatte, erklärte mir, dass die Syrer das Gegenteil zu den Deutschen wären: Sie lieben Ausländer und hassen sich selbst.

Was sagen die Rebellen über die deutsche Politik?

Wie überall in Arabien bekommt man als Deutscher zu hören, dass Hitler, Autos und Fussball ganz toll seien. Die Politik kennen sie so gut wie nicht. Deutschland wird als ein Teil des Westens angesehen. Wenn es um kritische Themen wie "fehlende Waffenlieferungen" oder Israel geht, ist es von Vorteil, dass Deutschland als eine Art US-Kolonie betrachtet wird. Das gilt als Entschuldigung. Ansonsten hoffe ich immer darauf, als Reisender für die Politik der deutschen Regierung in Haftung genommen zu werden. Das ist schwierig, vor allem gegenüber der Staatssicherheit.

Medien zeigen schreckliche Bilder aus Syrien

 Ja, es gibt dort viele schreckliche Dinge zu sehen. Die Journalisten zeigen jedoch ausgesuchte Bilder. Man zeigt nur das Blut. Irgendwo findet eine Schlacht statt und in der Umgebung ist halt nichts passiert. In den Medien wird das so nicht gesagt. So denkt man, dass der Horror flächendeckend geherrscht habe.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_03_26/Exklusivinterview-mit-Billy-Six-Teil-2/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:31

Treffen mit einem Journalisten, der immer wissen will, was tatsächlich passiert. Journalist, der Menschen einfach mag und ihre Natur besser verstehen will. Journalist, der seine Arbeit macht und von etablierten Medienvertretern verteufelt wird.

Der freie Journalist Billy Six, 26, war als Korrespondent in Syrien unterwegs. Per Anhalter ist er von Berlin bis nach Syrien gereist. Kurz bevor er nach Syrien fuhr, hatte er das Buch "Das grüne Irrlicht. Der Fall Hans-Christian Ströbele" über das System Ströbele veröffentlicht und Besuch von BKA gehabt. Am 13. Dezember 2012 wurde er von der Assad-Armee mit seinem Dolmetscher festgenommen. Zwei Monate saß er im Gefängnis in Syrien und dank dem Einschreiten des Aussenministers Russlands, Sergej Lawrow, ist er befreit worden.

Billy Six hat keine journalistische Ausbildung und wird deswegen scharf attacktiert, obwohl Journalisten mit journalistischen Schulabschlüssen nur aus ihrem Büro berichten. Scharf attackiert wird er auch, weil er keine Berührungsängste gegenüber den von Massenmedien totgeschwiegenen Politikern zeigt. Hier ein veröffentlichter Leserbrief im "Focus": "In der Vergangenheit ist Herr Six in seinem Heimatort mehrfach dadurch aufgefallen, dass er Aktionen immer nur gemacht hat, wenn er einen persönlichen Vorteil davon hatte. Dabei ist er auch nicht davor zurückgeschreckt, falls notwendig sich auch mit Vertretern der DVU zur Durchsetzung seiner Ziel zu verbünden. Zur Klarstellung muss auch bemerkt werden, dass Herr Six kein Journalist ist, sondern lediglich freier Mitarbeiter (Reporter) beim erwähnten Blatt ("Jungefreiheit"). Herr Six hat nie eine journalistische Ausbildung genossen und es ist deshalb vielleicht auch korrekt, wenn er kein Journalistenvisum erhalten hat. Aber es passt zu ihm, dies nicht zu akzeptieren und zu versuchen durch Straftaten (illegaler Grenzübertritt ist wohl auch in Deutschland eine Straftat) zu seinem Ziel zu gelangen."

Sie sind im Brandenburg geboren?

Nein, in Ost-Berlin, noch zu DDR-Zeiten. Heute wohnen wir in Neuenhagen, einer wunderschönen Gemeinde östlich von Berlin.

Warum hat die Persönlichkeit von Herrn Ströbele Ihr Interesse erweckt?

Er ist eine sehr interessante Figur der Realpolitik. Er gibt sich als der konsequenteste aller Linken, und erhält die Stimmen für seine Glaubwürdigkeit. Schaut man näher hin, ergibt sich ein anderes Bild: Er ist ein wohlhabender Immobilienbesitzer, und wohnt im Nobelviertel Grunewald statt in Kreuzberg. Auftritte mit seinem Fahrrad waren in der Vergangenheit gestellt. Einmal wurde er gar dabei fotografiert, wie er das Rad in sein Auto lud. Er gilt als Pazifist, obwohl er einst Geld für die Bewaffnung lateinamerikanischer Rebellen sammelte. Von anderen fordert er Transparenz, und verweigert selbst die Einsichtnahme in seine RAF-Prozessakte. Das Wichtigste aber ist, dass man ihn nicht als Gegner, sondern als "Agent" des Systems bezeichnen kann. Warum, das ist im Buch 167 Seiten akribisch ausgeführt.

Besuch von BKA?

An einem Samstagmorgen im Januar 2012 standen sie unerwartet vor der Haustür, und baten um ein Gespräch. Sie suggerierten, Ströbele besser in Ruhe zu lassen. Sie sagten, dass es nicht geht, dass man mit seinem Nachbarn spricht, dass man ihm mit seinem Fahrrad hinterherfährt. Es wurde angedeutet, dass das BKA auch andere Möglichkeiten habe. Da musste ich erstmal schlucken. Dennoch führte ich die Recherchen weiter. Vorsichtig. Zu Ströbele selbst blieb ich auf Abstand, um zum Beispiel eine Anzeige wegen "Stalkings" zu vermeiden. Ich habe gehört, dass es schwer ist, seine Unschuld zu beweisen. Zumal bei einem so mächtigen Gegenüber.

Ihr Buch ist ein Erfolg ?

Das Buch wurde vertrieben, als ich schon weg war und wird gut verkauft.

Wann sind Sie nach Syrien gefahren?

Im Juni 2012 startete ich meine Reise an einer Berliner Tankstelle. Fortan ging es nur noch per Anhalter gen Süden. Zuerst bin ich in die Schweiz und nach Bayern zu Freunden gefahren. Danach runter nach Griechenland für eine andere Reportage. Über die Türkei ging es dann nach Syrien.

Warum diese Reise nach Syrien?

Es hat mich gereizt, interessiert, zu wissen, was dort wirklich passiert ist, weil überall widersprüchliche Berichte zu hören waren. Ich will das wahre Leben studieren. Geistig reifen aus der Erfahrung. Und Andere daran teilhaben lassen, so sie wollen. Ich suche immer das Abenteuer, die Freiheit. Ich leide unter Oberflächlichkeit und Spießigkeit, die mir in der Heimat allzu oft entgegen geschlagen ist.

Stimmt, was man über Griechenland liest?

Gute Menschen gibt es überall – sonst hätte mich ja auch niemand in seinem Auto nach Athen mitgenommen. Dennoch habe ich mich nicht so wohl gefühlt. Es gab eine gewisse Abneigung gegen Deutschland, die man mich als Gast spüren lassen hat. Egal! Entscheidend ist, dass ich viel Lethargie, fehlende Organisation und Undankbarkeit erlebt habe. Dies begann in einer dreitägigen Odyssee, einen jungen Übersetzer unter den Studenten der Universitäten zu finden. 20 Euro die Stunde habe ich geboten, ein Vielfaches der normalen Löhne. Die jungen Leute sprachen zwar Englisch, wollten die Arbeit jedoch nicht leisten. Am Ende hat sich ein junger Mann aus der Ukraine gefunden. Mit ihm war ich zufrieden. Die Arbeitseinstellung unter den Griechen, so sagte er zu mir, wäre ein bisschen anders als in Mitteleuropa.

Kann man nicht sagen, dass die Politik von Merkel für Europa nicht so gut ist?

Ich komme gerade aus Syrien, und habe 12 Wochen Nachrichtensperre hinter mir. Da will ich eine solche Frage nicht beantworten, sondern erstmal nachlesen, was überhaupt passiert ist. Ich bin davon überzeugt, dass die Griechen leiden <...>, sich die Probleme aber auch selbst geschaffen haben. Es gibt viele Fälle von Verschwendung und Misswirtschaft. Man wollte leben wie in Westeuropa, hat alles Eigene über Bord geschmissen und schließlich alles von Krediten finanziert.

Wie war es in der Türkei?

  In der Türkei stellten die Leute auf der Straße erstmals die Frage, ob ich für den Geheimdienst arbeiten würde. Daran merkte ich: Jetzt bin ich im Orient angekommen! Ein Kriegsabenteuer in Syrien kann sich niemand ernsthaft vorstellen. Und noch etwas war anders als in Griechenland: Das Gespräch zu den Leuten ließ sich schnell finden, das Trampen war einfacher.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_03_22/Exklusivinterview-mit-Billy-Six-Teil-I/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:30

Frau Herman, am 5. April hat der ARD-Moderator, Jörg Schönenborn, ein Interview mit Wladimir Putin geführt: Wir würden gerne Ihre Meinung als Journalistin zu diesem Interview hören.

Gespräch mit Eva Herman über Putins ARD-Interview Teil I

Welche Lektion sollten die Zuschauer in Deutschland davon lernen?

Inhaltlich ist Jörg Schönenborn ebenso aufgelaufen. Lassen Sie uns nur den Beginn des Gesprächs kurz analysieren. So eröffnete der ARD-Journalist das Gespräch mit dem Vorwurf der Einschüchterung durch die Razzien bei Nicht-Regierungsorganisationen in Russland.

Schönenborn glaubte, stellvertretend für Deutschland zu sprechen, als er sagte: "Die deutsche Öffentlichkeit hat die Erklärung: Da soll eingeschüchtert werden. Warum handelt Ihre Behörde so?" Putin lachte darauf nur amüsiert und antwortete: "Ich glaube, Sie schüchtern die deutsche Öffentlichkeit ein. Es passiert doch gar nichts Ähnliches und man muss die Menschen nicht einschüchtern". Er machte klar, dass nichts verboten und niemand an nichts gehindert werde.

Russland behalte sich eben vor, zu kontrollieren, wie mit ausländischem Geld in Russland politisch gearbeitet werde. Putin führte auch aus, dass es in den USA seit über 75 Jahren üblich sei, dass sich ausländische Organisationen, die im Land politisch agieren und von fremdem Geld finanziert werden, registrieren lassen müssen. Mal ehrlich: Wer die wahren Hintergründe anlässlich der letzten russischen Präsidentenwahl zur sogenannten "weißen Revolution" kennt, dem dürfte nicht verborgen geblieben sein, dass das westliche Ausland hier offenbar ordentlich mitmischte. Auch der "Pussy-Riot-Skandal" steht im Ruf, vom Westen initiiert worden zu sein. Bevor wir nicht das Gegenteil beweisen können, sollten wir uns im deutschen Staatsfernsehen mit solchen Vorwürfen zurückhalten.

Peinlich auch die Situation, als Herr Schönenborn einwendete, dass in den USA ähnliche Durchsuchungen und Beschlagnahmungen gar nicht stattfänden. Herr Putin bewies dem Journalisten prompt mit einem Dokument, dass er sich von einem Mitarbeiter reichen ließ, das ein von Putin erwähntes Gesetz in den USA existiere. Dem verdutzten Journalisten sagte er: "Ich wiederhole: Das ist kein Novum, das wir uns haben einfallen lassen. Aber warum ist das so aktuell für uns? Was glauben Sie? Wie viele Nicht-Regierungsorganisationen gibt es in Europa, die sich aus Russland finanzieren lassen? Was glauben Sie persönlich? "Und wieder musste der Top-Journalist passen: "Ich kann das nicht schätzen, Herr Präsident. Ich kann ja auch nur über meinen Eindruck sprechen. Lassen Sie mich…"

Erneut unterbrach Herr Putin den ARD-Mann und ließ sich eine weitere Mappe reichen: "Entschuldigen Sie bitte die Störung. Ich werde es Ihnen sagen. [...] Eine solche Organisation gibt es in Paris und die andere, die zweite Organisation ist in Nordamerika tätig und ist in den USA registriert worden. Es gibt zwei, insgesamt. Einmal in den USA, einmal in Europa. Ich habe schon geahnt, dass Sie mich fragen werden". Und dann tat Herr Putin etwas, was Herrn Schönenborn den Rest zu geben schien: Er fragte ihn: "Wie heißen Sie übrigens? "Er hätte auch fragen können: "Wer sind Sie überhaupt?" Man sollte sich das ganze Interview in Ruhe ansehen, es ist ein Lehrstück für Politik und Journalismus. 

Denken Sie nicht, dass dieses Interview einen Bruch in der Journalistenlandschaft zeigt?

Wie ich schon sagte, das Interview ist ein weiterer Beweis dafür, mit welch einseitigem Blick Russland von hier aus gesehen werden soll. Das wird ganz öffentlich gemacht, ohne Skrupel und schlechtes Gewissen. Man fühlt sich offenbar sicher. Wer die jahrelangen Berichte über Russland im öffentlich-rechtlichen Staatsfernsehen verfolgt, dem wurde immer wieder klargemacht: Hier gibt es nur einen Bösen, und der sitzt im Osten. Die immerwährenden Vorwürfe und die mangelnde ehrliche Bereitschaft für einen wirklich fruchtbaren Austausch werden auch in dem Schönenborn-Interview trefflich unter Beweis gestellt. Wladimir Putin hat aber offenbar die Nase voll davon, was man gut verstehen kann. Er war hervorragend vorbereitet und setzte hier jetzt ein deutliches Zeichen. Und man sollte dieses ernst nehmen, denn an solchen vermeintlichen Kleinigkeiten entzünden sich die großen Auseinandersetzungen. Auch die Art und Weise, wie Herr Putin zu Beginn der Woche in Deutschland empfangen wurde anlässlich der Hannover Messe, ist meines Erachtens ein weiterer Akt der Unhöflichkeit. Da wählt man sich als Partnerland für diese Messe Russland aus, der Präsident kommt auch, und dann wird er von Presse und Politik kühl und unhöflich behandelt. Mit dieser Art ist kein Staat zu machen, und angesichts der doch engen wirtschaftlichen Beziehungen, die für Deutschland nicht unwichtig sind, kann man sich nur wundern.

Warum sind Sie Russland gegenüber so positiv eingestellt?

Einmal abgesehen von der Weltpolitik, in der Russland häufig Positionen einnimmt, die ich besser nachvollziehen kann als die deutschen und amerikanischen, beobachte ich sehr aufmerksam die Gesellschaftspolitik Russlands. Dabei wird erkennbar, dass der russsiche Präsident, im Gegensatz zu Europa, langfristig plant und denkt. Er hat das Wohl des Volkes im Auge, und entwickelt ein System der Ordnung, welches auf die Zukunft baut. Was in unseren europäischen und deutschen Presseberichten so gut wie nie zur Sprache kommt, ist die hervorragende Familien-und Sozialpolitik Russlands, die seit Jahren enorme Anstrengungen unternimmt, um das Volk zu den gesunden Naturprozessen zurückzuführen: Enge Mutter-Kind-Bindung, finanzielle Unterstützung für Familien, und die Pflege und Verbundenheit der Menschen zu ihren Wurzeln, der Heimat. Es ist ein vorbildliches und klug vorausschauendes Programm. Und während wir hier im Westen alles tun, damit wir möglichst bald aussterben, macht Wladimir Putin genau das Gegenteil. Nun kann man raten, wer den längeren Atem haben wird. Wir sollten von unserem hohen Ross herunterkommen und die wahren Fakten erkennen lernen. 

Im Licht dieses Interviews fragen wir uns noch einmal nach dem Sinn Ihrer Kündigung 2007 bei der ARD?

 Wie ich schon sagte, so ist es heute in Deutschland mit gewissen Gefahren verbunden, öffentlich die Wahrheit zu sagen. Wer nicht mit den politisch korrekten Wölfen heult, der wird erschossen. Das klingt hart, aber so ist es nun einmal. Ich hatte mich damals öffentlich für eine Familienpolitik stark gemacht, die dem heutigen russischen Abbild gleichkommt. Das ist mir schlecht bekommen. Mittelfristig wird die derzeitige Politik Deutschland und Europa schlecht bekommen, sie wird uns zerstören. Was wir unseren Kindern und den nachfolgenden Generationen antun, ist schon jetzt kaum noch gutzumachen!
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_04_11/Gesprach-mit-Eva-Herman-uber-Putins-ARD-Interview-Teil-2/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:29

Guten Tag Frau Herman. In unserem letzten Interview sagten Sie, dass Sie Russland sehr schätzen. Sie sind eine anerkannte Journalistin und Buchautorin und von den Menschen sehr geschätzt, die nach wahren Informationen suchen. Am 5. April hat der ARD-Moderator, Jörg Schönenborn, ein Interview mit Wladimir Putin geführt: Wir würden gerne Ihre Meinung als Journalistin zu diesem Interview hören.

Haben Sie das Interview gesehen?

Ja, mir ist das Interview mit einer Gesamtlänge von 35 Minuten bekannt.

Sie sind eine Figur des Fernsehens und der ARD. Was halten Sie von der journalistischen Leistung des ehemaligen Kollegen Jörg Schönenborn mit Wladimir Putin?

Herr Schönenborn ist Chefredakteur des Westdeutschen Rundfunks und das bekannteste ARD-Gesicht bei den wichtigsten Wahlsendungen hierzulande. Er ist in Deutschland nicht unumstritten, so löste Schönenborn letztes Jahr einen bundesweiten Skandal aus, als er den vorgeschriebenen Bürgerbeitrag für das öffentlich-rechtliche Fernsehsystem, durch welches er ja selbst auch finanziert wird, als "Demokratie-Abgabe" bezeichnete. Jeder Deutsche wird seit 2013 zu dieser Art "Zwangssteuer" gezwungen, ob er will oder nicht, ob er einen Fernseher besitzt oder nicht, deswegen gibt es hier derzeit eine Menge Ärger. Das wahre Demokratie-Verständnis des Herrn Schönenborn hat durch diese Debatte viele Fragen aufgeworfen, zahlreiche Menschen forderten seinen Rücktritt. Im Internet gibt es viel Protest und großeZusammenschlüsse der Bürger, die sich bevormundet fühlen und zunehmend erkennen, dass es gerade unser "Staatsfernsehen" ist, dessen Berichterstattung über politische Themen nicht selten recht einseitig ausfällt, wie man z.B. hier bei facebook sehen kann: Die Frage lautet: Ist Herr Schönenborn mit dieser Gesinnung wirklich der richtige Mann in dieser doch sehr einflussreichen und verantwortungsvollen ARD-Position?

Es ist schon erstaunlich, dass ausgerechnet ein Journalist, der selbst dermaßen in der Kritik steht, und der sich zunehmend Vorwürfen wie Propaganda und die Beschneidung der Meinungsfreiheit ausgesetzt sieht, für ein solch wichtiges Interview mit Herrn Putin ausgesucht wurde. Doch solange der Machtapparat der ARD hinter ihm steht, hat er nichts zu befürchten.

Mit dem Interview Wladimir Putins, wo Schönenborn mit vorgefertigten Meinungen und schweren Vorwürfen, die widerlegt wurden, erschien, hat er sich einen weiteren Bärendienst erwiesen, auch hier mehren sich die Proteste der Bürger und sogar mancher Medien gegen Herrn Schönenborn und das System. Die Menschen ärgern sich, weil sie mit ihrer "Demokratie-Abgabe" diese fragwürdige Aufzeichnung auch noch bezahlen müssen.

Ist die Leistung von Jörg Schönenborn ein Leitmodel des heutigen Journalismus in Deutschland?

Ja und nein. Nein insofern, als jeder Journalistenpraktikant heute als eine der ersten Regeln lernt, nicht mit vorgefassten Meinungen in ein Interview zu gehen und seinem Gegenüber eine faire Chance zu geben. Das ist in dem Putin-Interview nicht geschehen. Ja deshalb, weil die Arbeitsweise des Herrn Schönenborn erkennen lässt, dass er diese Lehrsätze offenbar völlig vergessen zu haben scheint. Der ARD-Journalist ist aber kein Einzelfall, sondern das hat hier längst Schule gemacht. Es gibt in Deutschland zu gewissen Themen eine politisch korrekte Haltung, gegen die kein Journalist, der in den Mainstream-Medien arbeitet, verstoßen darf, andernfalls ist er weg vom Fenster. Dazu gehört auch die Gesinnung, dass Russland immer böse und Amerika immer lieb ist.

Da Sie Insider der ARD sind, was war die Absicht dieses Interviews vonseiten der ARD?

Nun, das ist ja klar: Hier sollte, wie immer, diese einseitige Position gegenüber Russland vertreten werden. Herr Schönenborn und seine Chefs haben aber die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Der russische Präsident hat den guten Mann völlig ausgehebelt, das Interview ist ein Lehrstück dafür, wie man als Journalist auf keinen Fall arbeiten sollte. So schien Herr Schönenborn auch inhaltlich nicht sonderlich gut vorbereitet gewesen zu sein, zahlreiche Gegenfragen des Präsidenten konnte er nicht beantworten, und so zuckte er manchmal nur hilflos mit den Schultern. An seiner Stelle wäre ich vor Scham in die Erde versunken, denn bitte sehr, Schönenborn hatte immerhin den Präsidenten Russlands vor sich sitzen. Da gebietet es schon der Anstand, aber auch die journalistische Sorgfalt und Ethik, dass man vernünftig vorarbeitet. Der Versuch, Herrn Putin vorzuführen, ihm die alten Kamellen von fehlender Meinungsfreiheit und von "Staatsgewalt" vorwerfen zu wollen, sind glatt misslungen. Wladimir Putin war ihm klar überlegen. Unterm Strich ist dieses Interview vonseiten der ARD eine Frechheit, ein Skandal.

Welche Punkte haben Ihnen im Interview gefallen? Und wieso?

 Schauen Sie, man sollte ein Interview nicht nur alleine inhaltlich bemessen, was wir natürlich auch tun werden. Der Gesamteindruck ist wichtig, das menschliche Miteinander. Hier erhält man oft mindestens ebenso wichtige Informationen. Und hier war der russische Präsident klar vorne: Wladimir Putin war schon deswegen eindeutig in der souveräneren Position, weil er fließend Deutsch spricht. So nahm er häufig den Dolmetscher-Knopf einfach aus dem Ohr und reagierte ohne Übersetzung. Putin machte auch nonverbal alles richtig: Er saß selbstbewusst in dem Sessel, hatte eine offene Körperhaltung eingenommen, und auch seine Gesichtsmiene war freundlich und zugewandt. Das alles hatte Herr Schönenborn nicht vorzuweisen: Während dieser zu Beginn des Gesprächs noch die Haltung zu wahren suchte, ist deutlich erkennbar, dass er nach der Hälfte des Interviews sich zu verschließen begann, er faltete die Hände über seiner Brust fest zusammen, so dass zweitweilig die Handknöchel ganz weiß hervortraten, er verkrallte sich also. Währenddessen wurde seine Körperhaltung immer krummer, er rutschte hinten an der Sessellehne herunter, er beugte sich gewissermaßen. Dies ist ein eindeutiges Zeichen für Unsicherheit und Angst. Man kann nur ahnen, wie es erst in ihm ausgesehen haben mag. Herr Schönenborn stellte damit unter Beweis, wer in diesem Gespräch "die Hosen anhatte". Einem deutschen Top-Journalisten in dieser Position darf das bei einem Interview mit einem bedeutenden Staatsmann wie Wladimir Putin natürlich nicht passieren. Dafür gibt es schließlich Coachings und Psychotrainings.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_04_10/Gesprach-mit-Eva-Herman-zu-seltsamem-ARD-Interview-mit-Wladimir-Putin-Teil-I/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:28

Interview mit Wolfgang Büscher Teil 1 Haben Sie den Armutsbericht der Bundesregierung gelesen? Ja, Natürlich, ich habe ihn mit großem Interesse gelessen. Was halten Sie davon? Der Armutsbericht ist die Tinte nicht wert, mit der er geschrieben wurde. Ist der Armutsbericht realitätsgetreu? Der Armutsbericht spielt nicht die wirkliche Realität wieder.

Interview mit Wolfgang Büscher Teil 1

Haben Sie den Armutsbericht der Bundesregierung gelesen?

Ja, Natürlich, ich habe ihn mit großem Interesse gelessen.

Was halten Sie davon?

Der Armutsbericht ist die Tinte nicht wert, mit der er geschrieben wurde.

Ist der Armutsbericht realitätsgetreu?

Der Armutsbericht spielt nicht die wirkliche Realität wieder. Vor allem die älteren Menschen und die Kinder müssen leiden. Das ist in Deutschland gelebte Realität. Kinder sind keine Wähler und daher haben sie auch keine Unterstützung durch die Politik. Ältere Menschen, die vierzig Jahre und mehr gearbeitet haben, leben von einigen Hundert Euro Rente. Sie haben den Äußerungen von dem früheren Arbeitsminister Norbert Blühm, die Renten seien sicher, vertraut.

Experten der Arbeitswelt und der Armut sagen, dass der Armutsbericht verfälscht sei. Teilen Sie diese Meinung?

Ja, es ist ja inzwischen erwiesen, dass die Zahlen im Armutsbericht manipuliert worden sind. Vor allem unser Wirschaftsminister hat da eine unangenehme Rolle gespielt. Die Realität sieht anders aus. Jeder Politiker ist herzlich eingeladen, eine der Archen in Deutschland zu besuchen und mit den Eltern und Kindern zu sprechen. Aber das machen die Wenigsten.

Ursula von der Leyen hat von zwei Millionen Armutskindern im Land gesprochen. Sind Sie mit der Zahl einverstanden?

Wir gehen von rund 2,5 Millionen Kindern aus.

Wie erklären Sie die Armut bei den Kindern, wenn Deutschland als Musterland dekliniert wird?

Natürlich haben zahlreiche Menschen und Unternehmen in Deutschland Erfolg. Da ist richtig und auch gut so. Aber wir müssen vor allem die Kinder aus den bildungsfernen Familien helfen und unterstützen. Die kommen ohne fremde Hilfe nicht klar. Ihre Eltern können oder wollen ihnen nicht helfen. Aber die Kinder können nichts für ihre Situation. Deutschland braucht aber starke Kinder für eine gesunde Zukunft. Warum suchen wir junge Fachkräfte aus Griechenland, Spanien, Portugal, Zypern und anderen Ländern, wenn wir unsere eigenen Kinder nicht fördern. Das kann ich nicht verstehen.

Teilen Sie die Position von Frau von der Leyen, wenn sie sagt, dass “Arbeit gegen Armut kämpft’’?

Wir brauchen vor allem wieder gut bezahlte Arbeit. Arbeit ist nur dann sinnvoll, wenn man von ihr auch leben kann. Ansonsten subventionieren wir versteckt die Unternehmen, die mit Billiglöhnen hohe Gewinne machen.

Kann das Jugendamt die Kinderarmut überwinden?

Wir in Deutschland können die Kinderarmut nur dann bekämpfen, wenn wir dafür auch Geld in die Hand nehmen, vor allem für eine bessere Ausbildung der Kinder. Dafür brauchen wir mehr Lehrer und Erzieher, die den Müttern helfen, ihre Kinder zu erziehen. Zum Nulltarif ist das nicht zu haben. Kürzlich erzählte mir ein Mitarbeiter des Jugendamtes, er müsse rund 130 Kinder betreuen. Das kann nicht gutgehen.

Wieso steht die Rolle des Jugendamtes nicht im Bericht. Normal?

Nein, sicher nicht, da müssen Sie die Politiker fragen.

Sehen Sie bald ein Ende der Kinderarmut in Deutschland?

Leider nicht, zurzeit machen wir viel zu wenig für unsere Kinder.

Die Eröffnung weiterer Einrichtungen ist in Planung. Versinkt Deutschland in der Armut?

Wir als Land versinken sicher nicht in Armut. Aber wir leisten uns viel zu viele Menschen, die nicht mehr arbeiten können. Wir schätzen, dass wir in Deutschland rund 2,2 Millionen Menschen haben, die nie mehr werden arbeiten können. Sie sind schon viel zu lange arbeitslos und trauen sich nichts mehr zu. Hier muss man konkret ansetzen und diese Menschen wieder lebensfähig und damit arbeitsfähig zu machen. Das aber wird viele Milliarden an Gelder verschlingen. Wir haben zwar Gelder für die Bankenkrise und für die Krise des Euros, aber für unsere eigenen Bürger bleibt nichts mehr übrig.

Wird das Kindeswohl mit den Füßen getreten?

Jawohl, wir treten das Kindeswohl mit den Füßen. Das ist leider so.

Was braucht das Land für eine Politik, um die Kinderarmut zu bekämpfen?

Kinderrechte gehören ins Grundgesetzt. Nur dann können wir diese Rechte auch einklagen. Aber dagegen wehrt sich die Politik. Vielleicht sollten wir auch einmal über das Familienwahlrecht diskutieren. Dann hätte eine Mutter mit vier Kindern unter 18 Jahren fünf Wählerstimmen. Dann würden unsere Politiker sicher wach.

Welches Bundesland ist laut der Stiftung ‘‘Die Arche’’ das Ärmste?

Die beiden Stadtstaaten Bremen und Berlin sind am stärksten von der Kinderarmut betroffen. In Bremen ist es vor allem Bremerhaven. Hier leben mehr als die Hälfte aller Kinder in Armut.

Ist die ‘‘Arche” vom Staat gut unterstützt?

Wir erhalten keine staatlichen Gelder. Wir leben nur von Spenden.

Was raten Sie den Eltern, die heute Kinder haben wollen?

Kinder sind das wichtigste Gut in der Gegenwart und für die Zukunft. Es ist wichtig, dass alle Eltern, ja jeder Mensch für die Kinderrechte kämpft. Wir brauchen unsere Kinder auch für unsere eigene Zukunft. Sie sind unverzichtbar und ein großes Glück. Sie sind Gegenwart, sie leben jetzt und heute und wir müssen ihnen jetzt und heute helfen. Wir dürfen keine Zeit mehr verschwenden.

Welche positive Sachen sehen Sie in Ihrer Arbeit?

 Es ist wunderschön zu sehen, wie die Kinder in den Archen glücklich sind. Sie vergessen für einige Stunden das Leid und ihre Sorgen. In den Archen ist immer jemand für die Kinder da, Tag und Nacht. So sollte es auch sein, denn die Kinder sind das Wertvollste, was wir haben.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_04_24/2-5-Millionen-deutsche-Kinder-auf-Verliererstrasse-Interview-mit-Wolfgang-Buscher-von-der-Arche-Teil-2/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:27

Der Arche-Pressesprecher Wolfgang Büscher hat mehrere Bücher zur Lage der Kinder in Deutschland verfasst, darunter „Deutschlands sexuelle Tragödie“, „Deutschlands verlorene Kinder“, „Deutschlands vergessene Kinder“, „Generation Wodka“, “Papa Bernd“, „Deutschlands große Chance“. Im Interview spricht er über den Armutsbericht, über die soziale Lage der Kinder im Land. Die Zukunft der deutschen Kinder sieht laut ihm schlecht aus.

Das Christliche Kinder- und Jugendwerk "Die Arche" e.V. wurde 1995 von Bernd Siggelkow in Berlin gegründet. Ziel des Vereins ist es, Kinder von der Straße zu holen, gegen soziale Defizite zu agieren sowie Kinder wieder ins Zentrum der Gesellschaft zu stellen. In ihren Einrichtungen bietet die “Arche“ täglich kostenlos eine vollwertige, warme Mahlzeit, Hausaufgabenhilfe, sinnvolle Freizeitbeschäftigungen, mit Sport und Musik, und vor allem viel Aufmerksamkeit. Denn Kinder brauchen Bestätigung für ihr Selbstvertrauen. Sie brauchen das Gefühl wichtig zu sein und geliebt zu werden. Die Eröffnung weiterer Einrichtungen ist in Planung, denn der Bedarf ist leider enorm.

Seit wann arbeiten Sie bei der „Arche“?

Ich bin vor neun Jahren angefangen, für die Arche zu arbeiten. Damals gab es nur ein Haus in Berlin Hellersdorf.

Wieso diese Entscheidung, bei der „Arche“ zu arbeiten?

Immer mehr Kinder müssen in Berlin und in ganz Deutschland in Armut leben. In Berlin leben 43 Prozent aller Kinder von der Sozialhilfe. In Deutschland sind rund 2,5 Millionen Kinder betroffen. Sie erben die Armut von ihren Eltern und treten später auch das Erbe ihrer Eltern an, nämlich die Armut. Vor allem Bildung kostet Geld, insbesondere Bücher, Nachhilfe, Theater, Urlaub und vieles mehr. Die Kinder müssen vom ersten Tag ihres Lebens auf der Verliererstraße leben. Das ist traurig und darf nicht sein. Sie werden ausgegrenzt.

Wie viele Kinder kommen täglich in Berlin ein warmes Essen holen?

In den fünf Berliner Archen betreuen wir täglich etwa 600 Kinder. Sie bekommen ein kostenloses Mittagessen, Nachhilfeunterricht, sie können Sport treiben aber vor allem haben sie Ansprechpartner, die ihnen helfen, im Leben zurechtzukommen.

Ist die Herausnahme von Kindern aus den Familien nach oben gestiegen?

Natürlich werden immer mehr Kinder aus ihren Familien herausgenommen. Oft haben die Eltern sich nach Jahren der Arbeitslosigkeit aufgegeben. Sie verwahrlosen in allen Bereichen. Oft stehen die Eltern morgens nicht mehr auf, pflegen sich nicht mehr, sie schicken ihre Kinder nicht zur Schule und vieles mehr. Aber die Unterbringung in Pflegefamilien und anderen Einrichtungen ist teuer und oft ist kein Geld dafür da. So müssen die Kinder weiter zuhause leben. Den Kindern fehlt vor allem Liebe, Zuneigung durch ihre Eltern und ein gesundes Selbstbewusstsein. Leider geben sich eben zu viele Eltern auf und das vermitteln sie auch ihren Kindern.

Was sind die Gründe dafür?

Wenn Sie viele Jahre vom Staat vergessen worden sind, keinen Job und damit auch kein Geld haben, dann vergessen die Eltern oft auch den Staat. Sie richten sich in Armut ein. Sie wollen ihren Kindern helfen, können es aber oft nicht mehr. Nach Jahren der Arbeitslosigkeit fehlen ihnen oft der Mut und das Selbstbewusstsein für ein erfolgreiches Leben.

In diesem Sinn macht Deutschland die richtige Politik?

Nein. Was wir brauchen in Deutschland sind vor allem mehr Lehrer und mehr Sozialarbeiter, die in die Familien gehen und dort helfen, wo die Kinder sind. Wir brauchen selbstbewusste und starke Kinder für unsere Zukunft. Momentan werfen wir hunderttausende von Kindern auf den sozialpolitischen Müllhaufen.

Wie viele Archen haben Sie jetzt in Deutschland?

In Deutschand gibt es zur Zeit 15 Archen. Von München über Frankfurt, Köln, Düsseldorf, Hamburg und Berlin, um nur einige Städte zu nennen.

Wie viele Kinder kommen jeden Tag in alle Archen bundesweit Essen holen?

Zurzeit besuchen rund 3.500 Kinder die Archen in Deutschland.

Wieso eine Arche auch in Polen und in der Schweiz?

In Polen bat uns der Fußballspieler Lukas Podolski, der ja seine Wurzeln in Polen hat, um Unterstützung für eine Arche in Warschau. Die wird im Sommer eröffnet. Auch die Schweiz hat änliche Probleme wie wir in Deutschland. Nur wenn wir starke Kinder haben, können wir auch im Ausland helfen. Das wollen wir durch unsere Arbeit zeigen. Vor einigen Tagen bat uns eine russische Regierungsdelegation, die unsere Arche in Berlin besuchte, nach Moskau zu kommen und dort eine Arche zu eröffnen. Aber wir können nicht überall sein.

Gibt es nicht genug in Deutschland zu tun?

 Doch, natürlich. Wir brauchen vor allem finanzielle Unterstützung, um den Kindern zu helfen. Wir brauchen in diesem Jahr fast 10 Millionen Euro an Spenden um die bestehenden Archen zu versorgen. Das wird immer schwerer.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_04_19/2-5-Millionen-deutsche-Kinder-auf-Verliererstra-e-Interview-mit-Wolfgang-Buscher-von-der-Arche-Teil-1/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:27

Die Saint-Jacques- Kirche in Abbeville ist abgerissen worden. Jetzt liegen Steinhaufen am Platz des Gotteshauses, das zwischen 1868 bis 1878 gebaut worden war. Die alten Steine der Kirche werden mit Kippern weggeräumt und entsorgt. Die Diözese von Amiens, die Einwohner von Abbeville, Franzosen, Deutsche und Russen stehen unter Schock.

Die Saint-Jacques-Kirche in Abbeville ist abgerissen worden. Jetzt liegen Steinhaufen am Platz des Gotteshauses, das zwischen 1868 bis 1878 gebaut worden war. Die alten Steine der Kirche werden mit Kippern weggeräumt und entsorgt. Die Diözese von Amiens, die Einwohner von Abbeville, Franzosen, Deutsche und Russen stehen unter Schock.

Franzosen, Europäer und die ganze christliche Welt fragen sich, was in Frankreich passiert. Werden bald andere Kirchen dem Schicksaal von Saint-Jacques folgen?

Während Russland seine Kirchen seit dem Zerfall der UdSSR wiederaufbaut, zerstört Europa jetzt seine Gotteshäuser, obwohl sie doch ein Kulturerbe seiner Zivilisation sind. Bretonen der Gemeinde Plounerin haben bewiesen, dass man eine Kirche renovieren kann. Die dortige Kirche wurde zwischen 1875 bis 1878 errichtet. Mit einer Volksabstimmung im Jahre 2010 haben die 700 Bretonen mit Erfolg das Renovierungsprogramm durchgeboxt.

Im Rathaus von Abbeville. Der Kabinettsleiter von Bürgermeister Nicolas Dumont erklärt: "Auch wenn die Einwohner von Abbeville wegen der Zerstörung der Kirche emotionell betroffen sind, verstehen sie doch den Beschluss. Es geht um die Sicherheit der Bürger. Die Kirche war baufällig. Uns ist bewusst, dass die Leute es lieber gehabt hätten, wenn wir die Kirche saniert hätten. Das war aufgrund ihres Zustandes leider nicht möglich. Die Menschen sind aber vernünftig und haben verstanden, warum wir die Kirche abgerissen haben. Auch der Bürgermeister von Abbeville wollte die Kirche nicht zerstören. Nicolas Dumont ist nicht gewählt worden, um Kulturerbe zu vernichten. Ein Experte erklärte uns, die Kirche könne jederzeit einstürzen."

Instabile Struktur viel stärker als angenommen. Die Autoren des Blogs "Saint-Jacques der Vergessene" stellen Fragen. Stéphane Decayeux schreibt: "Ich möchte unsere tiefe Trauer über die Zerstörung unserer Saint-Jacques-Kirche äußern. Soweit ich mich erinnere, habe ich niemals eine so gewalttätige Zerstörung erlebt. Sie geschah ohne Rücksicht auf das Interieur. In der zerstörten Kirche kann man noch beschädigte Statuen sehen. Heute ist Montag und die Ruine ist nicht zugänglich." Stéphane Cailleux stellt eine weitere wichtige Frage. Die Struktur, die man für instabil erklärt hatte und die bedrohlich schnell fiel, leistete dem Bagger Widerstand: "Viele unserer Mitbürger, ob sie gläubig sind oder nicht, sind von der Zerstörung schokiert. Es wurde so wenig Respekt für dieses Denkmal gezeigt. Die Kirche sollte vom Einsturz bedroht sein! Aber beim Einsatz des Baggers ist der Turm stehen geblieben. Der Experte hatte aber gesagt, die Kirche sei instabil."

Stellungnahme der Diözese. Der Schatzmeister der Diözese Amiens, Stéphane Dute, ist sichtlich empört: "Seit zehn Jahren hat der Bürgermeister nichts getan, um die Kirche zu renovieren. Die Kirche ist abgerissen worden, obwohl es rechtlich nicht zulässig war. Der Bürgermeister sollte die Genehmigung des Präfekten und des Bischofs einholen. Das hat er nicht getan. Bevor man eine Kirche zerstört, muss man sie zumindest entsakralisieren. Dies ist nicht passiert, weil der Bischof nicht informiert wurde. Offensichtlich ist der Bürgermeister von Abbeville der Auffassung, dass er über dem Gesetz steht, weil er den Rat des Bischofs nicht aufgesucht hat. Es gibt zwei Dinge: Eine Kirche wurde zerstört, und das ist gesetzwidrig passiert.

 Seit etwa fünzehn Jahren wird das Gesetz in Frankreich nicht mehr respektiert. Die Gesetze gelten für alle, außer für diejenigen, die sie machen. Wir werden das nicht akzeptieren. Wir werden mit den Bischöfen von Frankreich darüber besprechen. Man darf nicht so einfach eine Kirche zerstören. Das ist empörend, weil sie nichts mehr achten. Nicht einmal das Gesetz. Der Bürgermeister hat das illegal getan. Jetzt werden wir ein Problem haben. Wir haben eine Kirche weniger." Vater Jean-Louis Brunel und die katholische Gemeinde stehen unter Schock, weil die Zerstörung begann, ohne dass die christliche Gemeinschaft gewarnt worden wäre.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_04_29/Illegaler-Abriss-von-Kirche-in-Frankreich-lost-Emporung-aus/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:26

Die graue Eminenz der Grünen Cohn-Bendit mußte sich in seinem polnischen Hotel Ende April vor einem gewaltbereiten Mob verstecken. In der Öffentlichkeit wird Daniel Cohn-Bendit jedes Mal wegen seiner Äußerungen zu seinen pädophilen Neigungen gejagt. Dies ist neu.

Cohn-Bendit, der einst als Chef der Rebellion galt, ruft bei den Menschen und besonders bei den jüngeren Generationen, Ekel und Empörung hervor. Cohn-Bendits Rebellion war einfach der Traum aller Spießbürger, die er einst kritisiert hat und zu denen er heute selbst gehört. Anstatt von Sex mit Kindern zu träumen, hätte er lieber an eine bessere Welt für Kinder denken sollen. Diese hätte Deutschland gerade gut gebraucht.

Mit seinem Buch "Der Große Basar" hat Daniel Cohn Bendit strategisch nicht gut gehandelt. In Polen ist er Ende April von dem polnischen Regisseur Grzegors Braun wegen Pädophilie angezeigt worden. Die rote Karte hat ihn erwischt. Manche Beobachter sind der Meinung, dass es ihm gefällt, wieder in allen Medien zu stehen: «Er ist narzistisch und genießt es, wieder der Mittelpunkt zu sein.» Mit ihm droht der Partei der Grünen und einer breiten Palette von Politikern die Diskreditierung.

Theodor-Heuss-Preis. Alles begann mit der Vergabe des Theodor-Heuss-Preises an Daniel Cohn-Bendit am 20. April. Diese Auszeichnung ist für Personen gedacht, die für Gesellschaft und Politik besondere Arbeit geleistet haben. Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle, lehnte es ab, an der Zeremonie teilzunehmen. Aus seiner Pressestelle verlautete: "Der Präsident kann schriftliche Reden über Sex zwischen Erwachsenen und Kindern nicht mit dem Gerichtshof verknüpfen." Viele Politiker aus den Reihen der SPD und der Grünen finden Ausreden für diese Politiker aus der Generation der 68er : "Wir verstehen, dass diese Generation eine besondere Vergangenheit hat." Aber am Tag der Preisverleihung an Daniel Cohn-Bendit standen wütende Demonstranten vor der Theodor-Heuss-Stiftung. Dass Daniel Cohn-Bendit nun doch Theodor-Heuss-Preisträger 2013 geworden ist, gefällt vielen nicht. Es irritiert ein Volk extrem, das seit Ende des Krieges endlich seine Identität wiederhaben möchte. Der CDU-Fraktionschef Peter Hauk erzählte, dass Cohn-Bendit in einem Video aus dem Jahr 1982 über ein "wahnsinnig erotisches Spiel" mit einem fünfjährigen Mädchen schwärmt. Peter Hauk folgerte: "Man muss davon ausgehen, dass er auch Täter war." Der Christdemokrat, der seine Einladung zur Preisverleihung nicht wahrgenommen hat, fügte hinzu: "Ein Pädophiler ist nicht preiswürdig."

Angriff aus der Öffentlichkeit. Kurz vor seiner Reise nach Polen war Daniel Cohn-Bendit am 25. April Gast von Ärzte ohne Grenzen in Berlin. Der Termin fand im Roten Rathaus statt. Dort stellte ein Mann offen die Frage: "Wie ist es möglich, dass Ärzte ohne Grenzen einen Mann einlädt, der sich selbst als Kinderschänder darstellt, und wie können wir uns vorstellen, dass Ärzte ohne Grenzen humanitäre Verbrechen gegen Kinder unterstützt?" Der sichtlich verärgerte Veranstalter reagierte mit den Worten, dass er die Passage aus dem Buch perfekt kenne und dass Cohn-Bendit hier sei, weil er eine Position der Grünen verteidige, die von Interesse sei. Am 28. April war Daniel Cohn-Bendit Gast beim Berliner Ensemble. Er saß mit Vertretern des Cicero Magazin auf einer Bühne. Ein Mann erklomm die Bühne und begann Passagen aus dem "Großen Basar" vorzulesen, wobei er mit dem Finger Richtung Cohn-Bendit zeigte. Der Druck ist zu groß geworden. Der Grünen-Europaabgeordnete Daniel Cohn-Bendit hat angekündigt, auf den Deutsch-Französischen Medienpreis zu verzichten.

Polen. Am 26. April hat Daniel Cohn-Bendit an einem Symposium an der Universität Breslau teilgenommen. Dieses Mal zeigte sich der deutsch-französische Europaabgeordnete lieber nicht bei der Konferenz und ließ sich wegen Krankheit abmelden. Laut polnischen Demonstranten blieb er lieber im Hotel. In Polen sind die Familien-Ideen der Europäischen Union nicht erwünscht. Die Welt der Kinder ist dort heilig. Die polnischen Demonstranten waren gekommen, um mehr als zu reden. Der polnische Regisseur Grzegors Braun, der durch einen Film über Lech Walesa bekannt geworden ist, hatte gerade erst von Cohn-Bendits erotischen und sexuellen Geschichten mit Kindern erfahren. Infolgedessen zeigte der Regisseur Daniel Cohn-Bendit wegen Pädophilie an.

Partei der Geilen. Die Heinrich-Böll-Stiftung, die als Herz der Geschichte der grünen Bewegung gilt, besitzt Archivmaterialien über Daniel Cohn-Bendit. Auch andere Archive mit Informationen über Stellungnahmen von anderen Grünen-Politikern zur Pädophilie sollten dort lagern. Gerade Volker Beck, der 1998 bis 2002 im Fraktionsvorstand Koordinator für den Arbeitskreis Innen, Recht, Frauen, Jugend und Petitionen war und seit 2005 menschenrechtspolitischer Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen ist, hat vor seiner großen politischen Karriere an dem Buch Der pädosexuelle Komplex, hgg. von Angelo Leopardi. Mit Beiträgen von Volker Beck u.a. Berlin, Frankfurt 1988 mitgeschrieben. Dort soll er geschrieben haben: „Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich… Vorgeschlagen wird hier als langfristiges Ziel…, die ‚Schutz’-Altersgrenze zu überdenken und eine Strafabsehensklausel einzuführen.“ (S.266)

 Obwohl Daniel Cohn-Bendit sagt, dass er Forschern und Journalisten keine Recherchen zu seinem Buch verbietet, hat die Heinrich-Böll-Stiftung eine ausdrückliche Aufforderung aus dem EU-Büro von Cohn-Bendit erhalten, den Inhalt seiner Archive nicht zur Verfügung zu stellen. Diese Archive sind für die Öffentlichkeit, Wissenschaftler und Journalisten über insgesamt 60 Jahre bis 2031 geschlossen. Das passt nicht zu jemandem, der scharf Meinungsfreiheit fordert. Mehrere Inhalte, die mit Pädophilie verlinkt sind, sollen auch Cohn-Bendits Unterschrift tragen. Das Buch "Der Große Basar" ist nicht das einzige explosive Element. In der Frankfurter Linken-Zeitschrift "Pflasterstrand", wo Daniel Cohn-Bendit den Inhalt kontrolliert, sind explizite Texte zu finden. Das Erbe von Cohn-Bendit scheint gut inspiriert zu sein. Schon im Sommer 2012 wollte die Grüne Jugend von Augsburg Sex unter Geschwistern erlauben. Die Partei der Grünen riskiert dabei, die Partei der grauen Geilen und Geier zu werden und das Ende der Piratenpartei erleben.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_05_03/Die-Grunen-die-Padophilenpartei/

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23 juin 2013 7 23 /06 /juin /2013 17:25

Wir verschmutzen die Natur und das Meer. Innerhalb von 40 Jahren hat das Meer sich zu einer riesigen Mülldeponie gewandelt. Wir müssen handeln. Wir müssen die eingeschlafenen Umweltschützer und andere Politiker schütteln. Im Nordpazifik treiben Meeresströmungen Millionen Tonnen Kunststoff vor sich her. Die Mülldeponie im Meer umfasst nun eine Fläche, die sechs Mal so groß wie Frankreich ist. Plastikmüll bildet den siebten Kontinent.

Charles Moore hat diesen neuen Kontinent zufällig 1999 während einer Expedition entdeckt . Er alarmierte die amerikanische Stiftung Algalita für die Meeresforschung. Am 20. Mai fährt der Franzose mit seinem Team zu dem Müllkontinent. Sein Name ist Patrick Deixonne, er ist 48. Vom Beruf ist er Feuerwehrmann und professioneller Skipper. Heute ist Patrick Deixonne Forscher. Sein Ziel ist, den Müllkontinent zu erkunden und der Welt zu zeigen, was dort passiert. Seine Hoffung ist, dass die Menschen sich zusammentun, um das Meer zu retten.

Reise. Patrick Deixonne, Leiter der Mission OSL, Präsident und Mitglied der französischen Gesellschaft geht mit seinem Team auf Forschungsreise. Die Kosten müssen sie zum Teil selbst tragen. Die Forscher wollen den Beweis der Existenz des Müllkontinents erbringen und seine Größe dokumentieren. Am 20. Mai soll das Team von Forschern und Fachleuten von San Diego in Richtung des riesigen Kontinents segeln. Sie geben sich einen Monat, darunter zwei bis drei Wochen auf dem Meer, um den Müllkontinent zu untersuchen. Ihr Boot ist ein Swan 47. An Bord haben sie eine Argos, damit wir ihrer Reise folgen können. Netze und Filteranlagen sind auch dabei, um den Inhalt des Meeres an Müll und Plankton zu analysieren.

Lage. Der Müllkontinent droht der Erde und seinen Bewohnern. Tiere und Menschen sind betroffen. Kunststoffabfälle werden sehr langsam abgebaut und bedrohen das Ökosystem sowie die menschliche Gesundheit. Fische, aber auch große Raubtiere wie Meeresschildkröten, Seevögel und Meeressäuger schlucken diese Schadstoffe. Meerestiere und Vögel verwechseln Plastikteile mit Beute und sterben durch Ersticken. "Diese Abfälle bilden schließlich Mikro-Kunststoffe durch weniger als fünf Millimeter große Partikel aus. Diese Kunststoff-Körner helfen bei der Festsetzung vieler Giftstoffe. Diese Schadstoffe werden von Meereslebewesen aufgenommen. Sie bleiben im Organismus der Tiere und werden von Menschen konsumiert",erklären die Forscher. Am Ende der Nahrungskette ist der Mensch, der direkt von der Verschmutzung betroffen ist.

Nach Angaben der Forscher ist das Gebiet weitab vom Navigationsbereich. Seit zehn Jahren wissen wir von der Existenz des Müllkontinents. Greenpeace gab mehrmals Warnung, aber kannte das Ausmaß des Problems nicht. Die Umweltorganisation Algalita an der Westküste der Vereinigten Staaten hat die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlicht. "Dieser riesige Kontinent liegt in internationalen Gewässern, und niemand fühlt sich zur Intervention gezwungen. Niemand will eine geeignete Lösung finden", erklären uns die französischen Forscher.

 Ziel. Am Ort wollen die Forscher für die Welt berichten. Das Ausmaß des Schadens durch die Menschen muss dokumentiert werden. Das Ziel ist, Lösungen zu finden, um langfristig ein sauberes Meer zu haben. Die Verschmutzung muss gestoppt werden. "Unser Team ist nicht auf der Suche nach Ruhm oder Bekanntheit. Wir wollen über das Ausmaß der Verschmutzung mit Kunststoff informieren. Mit Bildern, die wir drehen werden, werden wir der Welt zeigen, was sich dort treibt. Danach muss die Welt endlich handeln!", sagt der Leiter der Mission.
Weiterlesen: http://german.ruvr.ru/2013_05_23/217573874/

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