Charles Moore hat diesen neuen Kontinent zufällig 1999 während einer Expedition entdeckt . Er alarmierte die amerikanische Stiftung Algalita für die Meeresforschung. Am 20. Mai fährt der Franzose mit seinem Team zu dem Müllkontinent. Sein Name ist Patrick Deixonne, er ist 48. Vom Beruf ist er Feuerwehrmann und professioneller Skipper. Heute ist Patrick Deixonne Forscher. Sein Ziel ist, den Müllkontinent zu erkunden und der Welt zu zeigen, was dort passiert. Seine Hoffung ist, dass die Menschen sich zusammentun, um das Meer zu retten.

Reise. Patrick Deixonne, Leiter der Mission OSL, Präsident und Mitglied der französischen Gesellschaft geht mit seinem Team auf Forschungsreise. Die Kosten müssen sie zum Teil selbst tragen. Die Forscher wollen den Beweis der Existenz des Müllkontinents erbringen und seine Größe dokumentieren. Am 20. Mai soll das Team von Forschern und Fachleuten von San Diego in Richtung des riesigen Kontinents segeln. Sie geben sich einen Monat, darunter zwei bis drei Wochen auf dem Meer, um den Müllkontinent zu untersuchen. Ihr Boot ist ein Swan 47. An Bord haben sie eine Argos, damit wir ihrer Reise folgen können. Netze und Filteranlagen sind auch dabei, um den Inhalt des Meeres an Müll und Plankton zu analysieren.

Lage. Der Müllkontinent droht der Erde und seinen Bewohnern. Tiere und Menschen sind betroffen. Kunststoffabfälle werden sehr langsam abgebaut und bedrohen das Ökosystem sowie die menschliche Gesundheit. Fische, aber auch große Raubtiere wie Meeresschildkröten, Seevögel und Meeressäuger schlucken diese Schadstoffe. Meerestiere und Vögel verwechseln Plastikteile mit Beute und sterben durch Ersticken. "Diese Abfälle bilden schließlich Mikro-Kunststoffe durch weniger als fünf Millimeter große Partikel aus. Diese Kunststoff-Körner helfen bei der Festsetzung vieler Giftstoffe. Diese Schadstoffe werden von Meereslebewesen aufgenommen. Sie bleiben im Organismus der Tiere und werden von Menschen konsumiert",erklären die Forscher. Am Ende der Nahrungskette ist der Mensch, der direkt von der Verschmutzung betroffen ist.

Nach Angaben der Forscher ist das Gebiet weitab vom Navigationsbereich. Seit zehn Jahren wissen wir von der Existenz des Müllkontinents. Greenpeace gab mehrmals Warnung, aber kannte das Ausmaß des Problems nicht. Die Umweltorganisation Algalita an der Westküste der Vereinigten Staaten hat die Ergebnisse ihrer Forschung veröffentlicht. "Dieser riesige Kontinent liegt in internationalen Gewässern, und niemand fühlt sich zur Intervention gezwungen. Niemand will eine geeignete Lösung finden", erklären uns die französischen Forscher.

 Ziel. Am Ort wollen die Forscher für die Welt berichten. Das Ausmaß des Schadens durch die Menschen muss dokumentiert werden. Das Ziel ist, Lösungen zu finden, um langfristig ein sauberes Meer zu haben. Die Verschmutzung muss gestoppt werden. "Unser Team ist nicht auf der Suche nach Ruhm oder Bekanntheit. Wir wollen über das Ausmaß der Verschmutzung mit Kunststoff informieren. Mit Bildern, die wir drehen werden, werden wir der Welt zeigen, was sich dort treibt. Danach muss die Welt endlich handeln!", sagt der Leiter der Mission.
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